Vorwort
100 Jahre TVLänggasse Bern - Ein stolzes Alter für einen Verein
Wenn wir bedenken, welche Veränderungen sich auf fast allen Gebieten ereignet haben, ist das keine Selbstverständlichkeit. Zur Zeit seiner Gründung war die Länggasse ein Arbeiterquartier. Der Turnverein war eine günstige Freizeitbeschäftigung. Die Konkurrenz bestand vorwiegend aus anderen Turnvereinen. Die Schweiz war ein Auswanderungsland und blieb es bis zum Zweiten Weltkrieg. Beide Kriege und die Wirtschaftskrise der dreissiger Jahre hatten mancherlei Auswirkungen auf das Vereinsgeschehen.
Ab den 50er Jahren setzte eine nicht für möglich gehaltene, immer raschere wirtschaftliche, technologische und damit auch gesellschaftliche Entwicklung ein, welche bis heute anhält und nicht ohne Auswirkungen auf den Turnverein Länggasse geblieben ist. Längst sind wir zu einem polysportiven Grossverein geworden, mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Doch nichts ist beständiger als der Wandel. Unser Dank gilt all jenen Männern und Frauen, welche es verstanden haben, auf der schwierigen Gratwanderung zwischen Tradition und Moderne den richtigen Weg zu finden. Dabei verdient eine Tastsache gerade in der heutigen Zeit ganz besonders lobend erwähnt zu werden.
Der TVL hat seine Finanzen immer in Ordnung gehalten. Einerseits wurden je nach Lage Finanzbeschaffungsaktionen durchgeführt, z.B. Papiersammlungen, Lottos, Gartenfeste, aber auch gewinnbringende Grossanlässe organisiert, welche den Namen TVL landesweit bekannt machten. Andererseits haben sich die Verantwortlichen immer nach der Decke gestreckt und sind keine finanziellen Abenteuer eingegangen. Einzelne Aktionen, wie z.B. die Einrichtung der neuen Geschäftsstelle, sind durch die Ehrenzunft finanziell unterstützt worden. Auch das ist ein Beitrag zu gesunden Finanzen im Interesse des ganzen TVL.
Zum Schluss danke ich allen, welche in irgend einer Weise zum Gelingen dieser Jubiläumsschrift beigetragen haben, ganz herzlich.
April 2001, Henri Florio