220709 Noe Weitsprung Bulle09.07.2022 - Bei besten Bedingungen gingen in Bulle nur einige wenige Vertreter des TVL an den Start. Sonnenschein, angenehme 26°, eine herrliche Bergkulisse und eine einwandfreie Organisation boten beste Voraussetzungen für gute Resultate. Einzig der zu starke Rückenwind bei den 200 Meter Sprints verhinderte eine noch bessere Bilanz für den TVL.

Im Kurzsprint startete Dario Kaufmann in der 8. Serie. Bei 1.3m/sek. Rückenwind lief er mit 11.42 Sek. seine viertbeste je gelaufene Zeit. Er ist nach längerer Verletzung wieder unterwegs zur alten Form. Ganz zufrieden mochte er nicht sein, er trifft der Körperschwerpunkt nicht optimal und hat Mühe, seine Schnelligkeit maximal auf die Bahn zu bringen. Im Weitsprung der Männer waren 31 Springer am Start, die in zwei Gruppen antraten. In der ersten Gruppe gelang Noé Bühlmann ein veritabler Exploit. Er trainiert seit kurzem mit den Springern Technik und Schnellkraft und er wurde in Bulle auf Anhieb zum W e i t-springer. Er steigerte sich von Durchgang zu Durchgang. Waren seine Sprünge zu Beginn noch flach, vermochte er insbesondere beim vierten und letzten Sprung deutlich besser abzuheben. Die gemessene Weite: 6.51m nahm er überrascht zur Kenntnis. Ein rascher Blick auf das Messband bestätigte aber das Resultat. Damit steigerte der seine aus dem letzten Jahr stammende Bestleistung um 0.64 Meter. Im selben Feld sprang Lias Kleisa erstmals über 6 Meter. Mit 6.12m wurde er im Feld ausgezeichneter Sechster. Natürlich waren die beiden gemessenen Sprünge deutlich über seiner bisherigen Bestleistung. Es war nicht ganz einfach mit dem Wind umzugehen. So übertrat er die beiden letzten Sprünge knapp, bei ihm sehr selten. Schade, denn das waren ebenfalls Klassesprünge. Technisch gehörte Lias im gesamten Feld zu Besten.

Im Hochsprung konnte sich Jan Lichtle wieder steigern. Er veränderte seinen Anlauf. Da fehlen noch die Sicherheit und Routine. Die übersprungenen 1.70m entsprechend nicht seinem Leistungsstand. Er hat das Potential noch tüchtig zulegen zu können. In Bulle gelang es, dynamischer anzulaufen und die Latte mit viel Reserve zu überspringen. Was nicht gelang war, rechtzeitig die Unterschenkel zu heben. So touchierten die Fersen die Latte.

Seraina Lerf, war während längerer Zeit nicht in der Lage, ernsthaft Wettkämpfe zu bestreiten. In Bulle hatte sie Lust und viel Mut mit Ihrer Disziplinenwahl. Nachdem sie in dieser Saison bisher nur einen 100er absolviert hatte, lief sie in Bulle zuerst über 400 Meter, später noch über 200 Meter. Es war ungewiss, ob die Kraft bis ins Ziel reichen würde. Sie ging das Rennen zurückhaltend an, das ist verständlich. Der starke Gegenwind auf der Gegengeraden kostete Kraft, dafür gab der Rückenwind auf der Zielgeraden etwas Schub. Im Ziel stoppten die Uhren bei 58.38 Sekunden. Damit wurde sie Neunte der fünfundzwanzig Startenden. Und erstaunlich, die letzten 50 Meter waren ihre Stärksten.

Lisa Kienle startete über 800m. Eine Herausforderung bei den böigen Verhältnissen. Sie teilte ihr Rennen klug ein, gestatte sich auch mal im Windschatten zu bleiben. Ihre persönliche Bestleistung von 2.37.69 Min. ist erstaunlich. In den Sprints gab es Bestleistungen zuhauf. In den Mittelstrecken gelang das nur zwei Athletinnen. Eine davon war Lisa. Sie war auch deutlich schneller als im Vorjahr. Ihre vormalige BP lief sie 2020.

Mit grosser Spannung ging das TVL Männerquartett auf die halbe Bahnrunde. Da waren noch «offene Rechnungen» zu begleichen. Vierundsechzig Sprinter waren am Start, darunter einige der Schnellsten der Schweiz. Als Erster musste Dario Kaufmann auf die Bahn. In der 5. Serie lief er als Sechster ins Ziel. Seine Zeit 23.03 Sek. Ein guter Lauf, deutlich stärker als sein Kurzsprint. Als nächster musste in der 7. Serie Lias Kleisa antreten. Er zeigte ein Klasserennen, sein bisher Bestes, mit überragenden letzten 60 Metern. Im Ziel fehlten gerade Mal noch 3/100 Sekunden zum Seriensieg. Lias ist ein Zielgeradenkiller. Seine Zeit: 23.12 Sek. In der 8. Serie wurde die Spannung dann noch grösser. Jan Lichtle und Noé Bühlmann starteten in derselben Serie. Der Ausgang? Überraschend!. Jan Lichtle wurde nach einem glänzenden Lauf in 23.49 Sek. Zweiter. Noé Bühlmann, geflasht von seinem Weitsprungresultat, in 23.75 Sek. Fünfter. In der ausgeglichenen Serie mit nur wenigen Zehnteln Unterschied zwischen dem Ersten und Letzten war der Ausgang bis kurz vor dem Ziel offen. Jan zeigte sich als Kämpfer am Schluss, als Stylist in der Kurve. Ein starker Auftritt. Noé war trotzdem sehr zufrieden mit seinem Auftritt in Bulle.

Wie erwähnt lief Seraina Lerf auch noch über die 200 Meter. Bei ebenfalls zu starkem Rückenwind lief sie in 25.65 Sek. ein unerwartet starkes Rennen. Fast schien es, als würden Gegnerinnen ihr davoneilen. Mit dem Wind im Rücken vermochte sie auf den letzten fünfzig Metern einen beträchtlichen Rückstand weitgehend aufzuholen. Und dies bei Gegnerinnen wie Aline Gloor, Finalistin über 400m an der SM im Letzigrund.

 220709 Lias 200m Bulle

Lias Kleisa, 200m

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