1718A BSV3 Liechti27.01.2018 – Nach der ärgerlichen Niederlage in Crissier mussten dieses Wochenende wieder Punkte her. Gegen den Tabellenvorletzten HBC Münsingen war ein Sieg sogar Pflicht.

Das Unentschieden in Crissier sass den Bernern während der ganzen Vorbereitungswoche im Kopf. Die Art und Weise dieser unnötigen Niederlage zog sich mit in die Trainings, welche technisch auf einem mässigen Niveau stattfanden. Durch diese turbulente Woche und die vergangenen Spiele wussten wir, dass es alle brauchen wird um einen Sieg zu holen.

Der Münsinger Coach hatte seine Truppe nach ihren letzten starken Auftritten optimal auf den TV Länggasse eingestellt. So wurden auf beiden Seiten mit harten Bandagen gekämpft und die Linie der Schiedsrichter von Aktion zu Aktion in der Verteidigung gesucht und ausgenutzt.

Die 1. Mannschaft kam gut ins Spiel und konnte von Beginn an Tor um Tor auflegen. Hinten wurde solide gedeckt und die starken Paraden von Torhüter Jönu Liechti brachten Mitte der ersten Halbzeit einen kleinen Vorsprung ein. Jedoch wurde dieses Polster nicht gut verwaltet. So kamen die Münsinger dank grossem Kampf auf ein Tor heran. Die Partie wurde offener, härter und nun kamen (leider) auch verbale Ausrutscher dazu. Das Schiedsrichterpaar hatte aber das Spiel schnell wieder unter Kontrolle. Danach war der Kampf bis zum Ende der ersten Halbzeit hart und aber fair.

Die Länggässler stellten zu Beginn der zweiten Halbzeit eine 6:0 Deckung, die ihren Namen verdiente und der Angriff kreierte einige schön herausgespielte Chancen. Leider wurden sie aber teilweise fahrlässig liegen gelassen (u.a. drei Gegenstösse). Von Spielminute 31 bis 48 liessen die TVL-Torhüter nur einen einzigen Treffer zu und so konnte ein passabler Vorsprung herausgespielt werden (max. Vorsprung 17 Tore!).

In den letzten rund zehn Minuten testete der TVL die taktische Variante mit dem siebten Feldspieler. Der Kopf jedoch schien beim einen oder anderen Länggässler bereits in der Kabine zu sein. Die Deckungsarbeit liess zumindest merklich nach. Zudem wurden noch einige gute Torchancen vergeben. Dementsprechend konnte der TVL den Vorsprung bis zum Schluss nicht mehr vergrössern, im Gegenteil.

Dennoch dürfen die Jungs stolz auf sich selbst sein. Der Kampf wurde angenommen und hart gefochten. Als Team können wir sehr viel erreichen.

Bericht: Nikolaj Charczuk